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function quotegoethe_ref() {
var alle = "?"
+ '$bei der großen Beschränktheit meines Zustandes, bei der  '
 + 'Gleichgültigkeit der Gesellen, dem Zurückhalten der Lehrer, der Abgesondertheit  '
 + 'gebildeter Einwohner, bei ganz unbedeutenden Naturgegenständen, war ich  '
 + 'genötigt, alles in mir selbst zu suchen.<br> '
+ '% Dichtung und Wahrheit II,7   '
+ '$da ich weder Blick noch Schritt in fremde Lande getan, als in der  '
 + 'Absicht, das allgemein Menschliche, was über den ganzen Erdboden verbreitet und  '
 + 'verteilt ist, unter den verschiedensten Formen kennen zu lernen und solches in  '
 + 'meinem Vaterlande wieder zu finden, anzuerkennen, zu fördern...<br> '
+ '% An J.L.Büchter, 14.6.1820   '
+ '$darum mag ich Ihnen gern die Wahrheit Ihrer Behauptung, daß  '
 + 'Deutschland mich nicht verstanden, in bedingter Weise zugestehen.<br> '
+ '% A. G. v. Stroganoff, letzte Lebensjahre   '
+ '$das Erfinden aus der Luft war nie meine Sache; ich habe die Welt  '
 + 'stets für genialer gehalten als mein Genie.<br> '
+ '% H. Laube, 1809   '
+ '$daß Eindrücke bei mir sehr lange im stillen wirken müssen, bis sie  '
 + 'zum poetischen Gebrauche sich willig finden lassen.<br> '
+ '% An Schiller, 6. 1. 1798   '
+ '$daß er sich nie in seinem Leben eines zufälligen Glückes habe  '
 + 'rühmen können und daß er solches auch im Spiel erfahren, wo ihn das Glück  '
 + 'durchaus fliehe.<br> '
 + 'Knebel, 3. 11 - 1811 22,649   '
+ '$daß ich mich noch täglich nach den besten Überlieferungen und nach  '
 + 'der immer lebendigen Naturwahrheit zu bilden strebe und daß ich mich von Versuch  '
 + 'zu Versuch leiten lasse, demjenigen, was vor allen unsern Seelen als das Höchste  '
 + 'schwebt, ob wir es gleich nie gesehen haben und nicht nennen können, handelnd  '
 + 'und schreibend und lesend immer näher zu kommen.<br> '
+ '% An Jenny v. Voigts, 21. 6. 1781   '
+ '$denn dabei bleibt es nun einmal: daß ich ohne absolute Einsamkeit  '
 + 'nicht das Mindeste hervorbringen kann. Die Stille des Gartens ist mir auch daher  '
 + 'vorzüglich schätzbar.<br> '
+ '% An Schiller, 7. 8. 1799   '
+ '$denn die große Erregbarkeit, die sich schon in Böhmen, wie du  '
 + 'weißt, an der Musik manifestierte, ists doch eigentlich, die mir Gefahr bringt;  '
 + 'ob ich ihr gleich nicht feind sein kann...<br> '
+ '% An Zelter, 9. 1. 1824   '
+ '$denn es ist nicht das erste Mal, daß ich durch rückhaltlose  '
 + 'Äußerungen gute Menschen zurückgestoßen und die Wirkung meiner besten Sachen  '
 + 'verdorben habe.<br> '
+ '% Eckermann, 25.2.1824   '
+ '$denn gewöhnlich mußte ich erst etwas im Sinne beisammen haben, eh  '
 + 'ich zur Ausführung schritt.<br> '
+ '% Dichtung und Wahrheit III,14   '
+ '$denn ich fühle recht gut, daß meine Natur nur nach Sammlung und  '
 + 'Stimmung strebt und an allem keinen Genuß hat, was diese hindert.<br> '
+ '% An Schiller, 12.8.1797   '
+ '$denn wann sollt ich mir leugnen, daß ich vielen Menschen  '
 + 'widerwärtig und verhaßt geworden und daß diese mich auf ihre Weise dem Publikum  '
 + 'vorzubilden gesucht. Ich bin mir wohl bewußt, daß ich niemals unmittelbar  '
 + 'dagegen gewirkt, daß ich mich in ununterbrochener Tätigkeit erhalten und sie bis  '
 + 'jetzt, wiewohl angefochten, bis gegen das Ende durchgeführt.<br> '
+ '% Schriften zur Literatur - Vorschlag   '
+ '$die Philosophie wollte mich jedoch keineswegs aufklären.<br> '
+ '% Dichtung und Wahrheit II,6   '
+ '$doch du, Muse, befiehlst mir allein.<br> '
 + 'Denn du bist es allein, die noch mir die innere Jugend<br> '
 + 'Frisch erneuest, und sie mir bis zu Ende versprichst.<br> '
+ '% Elegien Il - Hermann und Dorothea   '
+ '$ein Gedanke überraschte mich ganz plötzlich, ich hatte nur die  '
 + 'Zeit, meinen Bleistift zu nehmen, und ohne zu merken, daß mein Papier quer lag,  '
 + 'geschah es mir dann, daß ich schräg schrieb und am Ende der Seite in einer Ecke  '
 + 'anlangte.<br> '
+ '% Soret, 8. 3. 1830   '
+ '$es ist aber einmal in meiner Art, daß ich in der Ferne kein  '
 + 'Verhältnis mehr mit den Menschen haben kann.<br> '
+ '% Charlotte v. Stein, 10.11.1808   '
+ '$es liegt nun einmal in meiner Natur, ich will lieber eine  '
 + 'Ungerechtigkeit begehen, als Unordnung ertragen.<br> '
+ '% Belagerung von Mainz, 25.7.1793   '
+ '$ich bedaure nur, daß ich mit einem solchen Manne, der so etwas  '
 + '[Geschichte des Dreißigjährigen Krieges] schreiben konnte, einige Zeit im  '
 + 'Mißverständnisse leben konnte. Schiller wohnte drei Häuser von mir, und wir  '
 + 'besuchten uns nicht, weil ich, von Italien zurückkommend, vorwärtsgedrungen war  '
 + 'und die durch Schiller veranlaßten Räubergeschichten nicht ertragen konnte.<br> '
+ '% J.S.Grüner, 19.8.1822   '
+ '$ich bin ein sehr irdischer Mensch, mir ist das Gleichnis vom  '
 + 'ungerechten Haushalter, vom Verlornen Sohn, vom Sämann, von der Perle, vom  '
 + 'Groschen ppp. göttlicher (wenn ja was göttlichs da sein soll) als die sieben  '
 + 'Bischoffe, Leuchter, Hörner, Siegel, Sterne und Wehe. Ich denke auch aus der  '
 + 'Wahrheit zu sein, aber aus der Wahrheit der fünf Sinne, und Gott habe Geduld mit  '
 + 'mir wie bisher.<br> '
+ '% An Lavater, 28.10.1779   '
+ '$ich bin nicht hier [in Rom] um nur nach meiner Art zu genießen,  '
 + 'ich will lernen und mich ausbilden, eh ich vierzig Jahr alt werde.<br> '
+ '% An das Ehepaar Herder, 10. 11. 1786   '
+ '$ich habe die Erfahrung wieder erneuert: daß ich nur in einer  '
 + 'absoluten Einsamkeit arbeiten kann und daß nicht etwa nur das Gespräch, sondern  '
 + 'sogar schon die häusliche Gegenwart geliebter und geschätzter Personen meine  '
 + 'poetischen Quellen gänzlich ableitet.<br> '
+ '% An Schiller, 9. 12. 1797   '
+ '$ich konnte Vierteljahre lang schweigen und dulden wie ein Hund, '
 + 'aber meinen Zweck immer festhalten; trat ich dann mit der Ausführung hervor, so '
 + 'drängte ich unbedingt mit aller Kraft zum Ziele, mochte fallen rechts oder '
 + 'links, was da wollte.<br>'
+ '% F. v. Müller, 31. 3. 1824  '
+ '$ich stelle mich nicht fromm, ich bin es am rechten Orte, mir fällt '
 + 'nicht schwer, mit einem klaren, unschuldigen Blick alle Zustände zu beachten und '
 + 'sie wieder auch ebenso rein darzustellen.<br>'
+ '% Kampagne inFrankreich - Münster, November 1792  '
+ '$ich ward in mich zurück gedrängt, immer intensiver, und so hab ich '
 + 'mich bis auf den heutigen Tag gewöhnt, nur vorzuarbeiten, unbesorgt wie und wo '
 + 'das wirken könne.<br>'
+ '% An K. E. Schubarch, 9. 7. 1820  '
+ '$indessen da ich, wie du weißt, alles als Übung behandle...<br>'
+ '% An Charlotte v. Stein, 12.5.1782  '
+ '$laßt mich einsam zu meinen Steinen dort unten eilen; denn nach '
 + 'solchem Gespräch [über das Treiben und Tun der Menschen seit Jahrtausenden] '
 + 'geziemt dem alten Merlin, sich mit den Urelementen wieder zu befreunden.<br>'
+ '% F. v. Müller, 29.4.1818  '
+ '$mir stellte sich, sobald die Gefahr groß ward, der blindeste '
 + 'Fatalismus zur Hand, und ich habe bemerkt, daß Menschen, die ein durchaus '
 + 'gefährlich Metier treiben, sich durch denselben Glauben gestählt und gestärkt '
 + 'fühlen.<br>'
+ '% Kampagne in Frankreich, 7./8.10.1792  '
+ '$o ich bin ein gesprächiger Mensch, wenn ich allein bin.<br>'
+ '% An Charlotte v. Stein, 11.12.1777  '
+ '$redigiere meine Korrespondenz mit Schiller von I794-1805. Es wird '
 + 'eine große Gabe sein, die den Deutschen, ja ich darf wohl sagen den Menschen '
 + 'geboten wird. Zwei Freunde der Art, die sich immer wechselseitig steigern, indem '
 + 'sie sich augenblicklich expektorieren. Mir ist es dabei wunderlich zu Mute, denn '
 + 'ich erfahre, was ich einmal war.<br>'
+ '% An Zelter, 30.10.1824  '
+ '$Sie [Schiller] haben mir eine zweite Jugend verschafft und mich '
 + 'wieder zum Dichter gemacht...<br>'
+ '% An Schiller, 6.1.1798  '
+ '$Sie wissen, wie symbolisch mein Dasein ist -<br>'
+ '% An Charlotte v. Stein, 10/11.12.1777  '
+ '$so bildete ich mir ein Christentum zu meinem Privatgebrauch, und '
 + 'suchte dieses durch fleißiges Studium der Geschichte, und durch genaue Bemerkung '
 + 'derjenigen, die sich zu meinem Sinne hingeneigt hatten, zu begründen und '
 + 'aufzubauen.<br>'
+ '% Dichtung und Wahrheit III, 15  '
+ '$so gewohnt bin ich, mich vom Schicksale leiten zu lassen, daß ich '
 + 'gar keine Hast mehr in mir spüre; nur manchmal dämmern leise Träume von '
 + 'Sorglichkeit wieder auf, die werden aber auch schwinden.<br>'
+ '% An Charlotte v. Stein, 3./4.12.1777  '
+ '$so komme ich darüber gar leichte weg, weil es ein Artikel meines '
 + 'Glaubens ist, daß wir durch Standhaftigkeit und Treue in dem gegenwärtigen '
 + 'Zustande, ganz allein der höheren Stufe eines folgenden wert und, sie zu '
 + 'betreten, fähig werden, es sei nun hier zeitlich oder dort ewig.<br>'
+ '% An Knebel, 3.12.1781  '
+ '$und doch kann ich über Mangel an Produktivität selbst in meinem '
 + 'hohen Alter mich keineswegs beklagen. Was mir aber in meinen jungen Jahren '
 + 'täglich und unter allen Umständen gelang, gelingt mir jetzt nur periodenweise '
 + 'und unter gewissen günstigen Bedingungen.<br>'
+ '% Eckermann, 11. 3. 1828  '
+ '$und sowenig mich die Natur zu einem deskriptiven Dichter bestimmt '
 + 'hatte, ebensowenig wollte sie mir die Fähigkeit eines Zeichners fürs einzelne '
 + 'verleihen.<br>'
+ '% Dichtung und Wahrheit II,6  '
+ '$und was das übrige betrifft, so fragt das liebe unsichtbare Ding, '
 + 'das mich leitet und schult, nicht, ob und wann ich mag.<br>'
+ '% Reisetagebuch, 20.10.1775  '
+ '$und wie oft hatte ich nicht schmerzlich ausseufzen müssen: Ich '
 + 'trete die Kelter allein. Indem ich mich also nach Bestätigung der '
 + 'Selbständigkeit umsah, fand ich als die sicherste Base derselben mein '
 + 'produktives Talent.<br>'
+ '% Dichtung und Wahrheit III, 15  '
+ '$von allem, was gegen mich geschieht, keine Notiz zu nehmen, wird '
 + 'mir im Alter wie in der Jugend erlaubt sein.<br>'
+ '% An Zelter, 26. 8. 1828  '
+ '$von Erschaffung der Welt an [habe ich] keine Konfession gefunden, '
 + 'zu der ich mich völlig hätte bekennen mögen.<br>'
+ '% An S. Boisserée, 22.3.1831  '
+ '$was ich wachend am Tage gewahr wurde, bildete sich sogar öfters '
 + 'nachts in regelmäßige Träume, und wie ich die Augen auftat, erschien mir '
 + 'entweder ein wunderliches neues Ganze, oder der Teil eines schon Vorhandenen.<br>'
+ '% Dichtung und Wahrheit III, 15  '
+ '$Triebst du doch bald dies, bald das!<br>'
 + 'War es ernstlich, war es Spaß?«<br>'
 + 'Daß ich redlich mich beflissen,<br>'
 + 'Was auch werde, Gott mags wissen.<br>'
+ '% Zahme Xenien I  '
+ '$ «Zu Goethes Denkmal was zahlst du jetzt?»<br>'
 + 'Fragt dieser, jener und der.<br>'
 + 'Hätt ich mir nicht selbst ein Denkmal gesetzt,<br>'
 + 'Das Denkmal, wo käm es denn her?<br>'
+ '% Zahme Xenien VII  '
+ '$ Aber freilich tausend und tausend Gedanken steigen in mir auf und ab. '
 + 'Meine Seele ist wie ein ewiges Feuerwerk ohne Rast.<br>'
+ '% An Charlotte v.Stein, 30.6.1780  '
+ '$ Aber so sollte es mir immer gehen, daß ich durch Anschauen und '
 + 'Betrachten der Dinge erst mühsam zu einem Begriffe gelangen mußte, der mir '
 + 'vielleicht nicht so auffallend und fruchtbar gewesen wäre, wenn man mir ihn '
 + 'überliefert hätte.<br>'
+ '% Dichtung und Wahrheit III,11  '
+ '$ Aber wie bin ich oft verlästert worden; bei meinen edelsten '
 + 'Handlungen am meisten. Aber das Geschrei der Leute kümmerte mich nichts.<br>'
+ '% F.v.Müller, 31.3.1824  '
+ '$ Alle meine Wünsche und Hoffnungen übertraf das auf einmal sich '
 + 'entwickelnde Verhältnis zu Schiller, das ich zu den höchsten zählen kann, die '
 + 'mir das Glück in späteren Jahren bereitete.<br>'
+ '% Biographische Einzelnheiten - Erste Bekanntschaft mit Schiller  '
+ '$ Alles was daher von mir bekannt geworden, sind nur Bruchstücke einer '
 + 'großen Konfession, welche vollständig zu machen dieses Büchlein [Dichtung und '
 + 'Wahrheit] ein gewagter Versuch ist.<br>'
+ '% Dichtung und Wahrheit II,7  '
+ '$ Alles, was an und in mir ist, werde ich mit Freuden mitteilen. Denn '
 + 'da ich sehr lebhaft fühle, daß mein Unternehmen das Maß der menschlichen Kräfte '
 + 'und ihrer irdischen Dauer weit übersteigt, so möchte ich manches bei Ihnen '
 + 'deponieren und dadurch nicht allein erhalten, sondern auch beleben.<br>'
+ '% An Schiller, 27.8.1794  '
+ '$ Als ich zuerst nach Rom kam, bemerkte ich bald, daß ich von Kunst '
 + 'eigentlich gar nichts verstand und daß ich bis dahin nur den allgemeinen Abglanz '
 + 'der Natur in den Kunstwerken bewundert und genossen hatte; hier tat sich eine '
 + 'andre Natur, ein weiteres Feld der Kunst vor mir auf, ja ein Abgrund der Kunst, '
 + 'in den ich mit desto mehr Freude hineinschaute, als ich meinen Blick an die '
 + 'Abgründe der Natur gewöhnt hatte.<br>'
+ '% An Herzog Karl August, 25.1.1788  '
+ '$ Bedarf ich eines Gottes für meine Persönlichkeit, als sittlicher '
 + 'Mensch, so ist dafür auch schon gesorgt. Die himmlischen und irdischen Dinge '
 + 'sind ein so weites Reich, daß die Organe aller Wesen zusammen es nur erfassen '
 + 'mögen.<br>'
+ '% An F. H.Jacobi, 6. 1. 1813  '
+ '$ Bei allen diesen Ereignissen kann ich mein Glück nicht genug '
 + 'schätzen, daß ich so früh in das Interesse der bildenden Kunst herangetrieben '
 + 'worden. Da ich nun kein Talent zur Ausübung besaß, mußte ich mich mehr um '
 + 'Erkenntnis bemühen, und davon hab ich mir erworben gerade soviel, als ich vors '
 + 'Haus brauche, das heißt, daß mein Enthusiasmus für irgend ein Werk verständig '
 + 'sein und dauernd werden konnte.<br>'
+ '% An Zelter, 4.10.1831  '
+ '$ Bei meiner Art, zu empfinden und zu denken, kostete es mich gar '
 + 'nichts, einen jeden gelten zu lassen, für das, was er war, ja sogar für das, was '
 + 'er gelten wollte...<br>'
+ '% Dichtung und Wahrheit II,9  '
+ '$ Bei mir ist das Auge vorwaltend...<br>'
+ '% An Zelter, 27.3.1830  '
+ '$ Bei sehr vielen Gebrechen, die ich wohl eingestehe, war Undankbarkeit '
 + 'gegen schöne Augen und Gefräßigkeit nie mein Fehler.<br>'
+ '% An K. F. v. Reinhard, 14.11.1812  '
+ '$ Beseh ich es recht genau, so ist es ganz allein das Talent, das in '
 + 'mir steckt, was mir durch alle die Zustände durchhilft, die mir nicht gemäß sind '
 + 'und in die ich mich durch falsche Richtung, Zufall und Verschränkung verwickelt '
 + 'sehe.<br>'
+ '% An Zelter, 26.3.1816  '
+ '$ Besonders in den letzten zwanzig Jahren mußte man große Geduld haben: '
 + 'denn mehrere meiner spätern Arbeiten brauchten zehn und mehr Jahre, bis sie sich '
 + 'ein größeres Publikum unmerklich erschmeichelten; wie denn ja mein Tasso über '
 + 'zwanzig Jahre alt werden mußte, ehe er in Berlin aufgeführt werden konnte.<br>'
+ '% An J. F. Rochlitz, 30. 1. 1812  '
+ '$ Bin ich doch froh, mein Leben hinter mir zu haben; was ich geworden '
 + 'und geleistet, mag die Welt wissen; wie es im einzelnen zugegangen, bleibe mein '
 + 'eigenstes Geheimnis.<br>'
+ '% F. v. Müller, August 1830  '
+ '$ Da ich ganz ohne Stolz bin, kann ich meiner innerlichen Überzeugung '
 + 'glauben, die mir sagt, daß ich einige Eigenschaften besitze, die zu einem Poeten '
 + 'erfordert werden und daß ich durch Fleiß einmal einer werden könnte. Ich habe '
 + 'von meinem zehnten Jahre angefangen, Verse zu schreiben, und habe geglaubt, sie '
 + 'seien gut.Jetzo in meinem siebzehnten sehe ich, dass sie schlecht sind, aber ich '
 + 'bin doch sieben Jahre älter und mache sie um sieben Jahre besser.<br>'
+ '% An Cornelia  11. 5. 1767  '
+ '$ Da ich in Jahrtausenden lebe, so kommt es mir immer wunderlich vor, '
 + 'wenn ich von Statuen und Monumenten höre. Ich kann nicht an eine Bildsäule '
 + 'denken, die einem verdienten Manne gesetzt wird, ohne sie im Geiste schon von '
 + 'künftigen Kriegern umgeworfen und zerschlagen zu sehen.<br>'
+ '% Eckermann, 5.7.1827  '
+ '$ Da ich kein anderes Bestreben kenne, als mich selbst, nach meiner '
 + 'Weise, soviel als möglich auszubilden, damit ich an dem Unendlichen, in das wir '
 + 'gesetzt sind, immer reiner und froher Anteil nehmen möge...<br>'
+ '% An K. E. Schubarth, 10. 5. 1829  '
+ '$ Da ich nach meiner Art zu forschen, zu wissen und zu genießen, mich '
 + 'nur an Symbole halten darf...<br>'
+ '% Vergleichende Anatomie - Die Lepaden  '
+ '$ Da ich nun einmal nichts aus Büchern lernen kann, so fang ich erst '
 + 'jetzt an, nachdem ich die meilenlangen Blätter unserer Gegenden umgeschlagen '
 + 'habe, auch die Erfahrungen anderer zu studieren und zu nutzen.<br>'
+ '% An Merck, 11. 10. 1780  '
+ '$ Da ich nun weiß, daß ich nie etwas fertig mache, wenn ich den Plan '
 + 'zur Arbeit nur irgend vertraut oder jemanden offenbart habe, so will ich lieber '
 + 'mit dieser Mitteilung noch zurückhalten.<br>'
+ '% An Schiller, 28. 4. 1797  '
+ '$ Da ich nur handelnd denken kann, so habe ich dabei wieder recht '
 + 'artige Erfahrungen gemacht...<br>'
+ '% An Schiller, 12.5.1798  '
+ '$ Da ich zwar kein Widerchrist, kein Unchrist aber doch ein dezidierter '
 + 'Nichtchrist bin...<br>'
+ '% An Lavater, 29. 7. 1782  '
+ '$ Da mir recht gut bewußt war, daß alle meine Bildung nur praktisch '
 + 'sein könne...<br>'
+ '% Kampagne in Frankreich - Münster, November 1792  '
+ '$ Da zu meinen liebsten Gefühlen die Dankbarkeit gehört, [...] so kommt '
 + 'mir oft genug vor die Seele, was wir Ihrem Herrn Vater [J. H. Voß d. Ä.] und '
 + 'Ihnen schuldig sind.<br>'
+ '% An H.Voß, 22.7.1821  '
+ '$ Da, auf dem Punkte der Wirkung meines Wesens, fühl ich die Gesundheit '
 + 'meiner Natur und ihre Ausbreitung; meine Füße werden nur krank in engen Schuhen, '
 + 'und ich sehe nichts, wenn man mich vor eine Mauer stellt.<br>'
+ '% Italienische Reise III, 25.12.1787  '
+ '$ Dagegen bin ich bei jeder Art von Tätigkeit, ich darf beinah sagen, '
 + 'vollkommen idealistisch: Ich frage nach den Gegenständen gar nicht, sondern '
 + 'fordere, daß sich alles nach meinen Vorstellungen bequemen soll.<br>'
+ '% An Schiller, 27.4.1798  '
+ '$ Dagegen lebe ich auch in einer Einsamkeit und Abgeschiedenheit von '
 + 'aller Welt, die mich zuletzt stumm wie einen Fisch macht.<br>'
+ '% An F. H.Jacobi, 14.4.1786  '
+ '$ Dagegen war mein Verhältnis mit Schiller so einzig, weil wir das '
 + 'herrlichste Bindungsmittel in unsern gemeinsamen Bestrebungen fanden und es für '
 + 'uns keiner sogenannten besondern Freundschaft weiter bedurfte.<br>'
+ '% Eckermann, 11.4.1827  '
+ '$ Darum schätze ich sogar den Widerspruch derer höher, welche die rein '
 + 'menschliche Bedeutung der Kunst erfassen, als den kränklichen Enthusiasmus der '
 + 'überschwenglichen Dichter unseres Volkes, welche mich mit Phrasen ersticken...<br>'
+ '% A. G. v. Stroganoff, letzte Lebensjahre  '
+ '$ Das Auge war vor allen anderen das Organ, womit ich die Welt faßte. '
 + 'Ich hatte von Kindheit auf zwischen Malern gelebt, und mich gewöhnt, die '
 + 'Gegenstände wie sie in bezug auf die Kunst anzusehen.<br>'
+ '% Dichtung und Wahrheit II,6  '
+ '$ Das Dämonische ist dasjenige, was durch Verstand und Vernunft nicht '
 + 'aufzulösen ist. In meiner Natur liegt es nicht, aber ich bin ihm unterworfen.<br>'
+ '% Eckermann, 2.3.1831  '
+ '$ Das Glück des Lebens liegt dunkel auf mir.<br>'
+ '% An Charlotte v. Stein, 10.3.1777  '
+ '$ Das Glücklichste ist, daß ich nun sagen kann, ich bin auf dem rechten '
 + 'Wege, und es geht mir von nun an nichts verloren.<br>'
+ '% An Charlotte v. Stein, 2.10.1783  '
+ '$ Das Höchste, was mir zu Teil geworden, sind einige Basreliefs von der '
 + 'Zelle des Parthenons, die Pallas Velletri, der unendlich schöne Rumpf einer '
 + 'Venus, sodann der Kopf eines Venezianischen Pferdes.<br>'
+ '% An Knebel, 9.11.1814  '
+ '$ Daß ich dirs mit einem Worte sage, mich selbst, ganz wie ich da bin, '
 + 'auszubilden, das war dunkel von Jugend auf mein Wunsch und meine Absicht.<br>'
+ '% Lehrjahre V,3  '
+ '$ Daß man uns in unsern Arbeiten verwechselt, ist mir sehr angenehm; es '
 + 'zeigt, daß wir immer mehr die Manier los werden und ins allgemeine Gute '
 + 'übergehen. Und dann ist zu bedenken, daß wir eine schöne Breite einnehmen '
 + 'können, wenn wir mit einer Hand zusammenhalten und mit der andern so weit '
 + 'ausreichen, als die Natur uns erlaubt hat.<br>'
+ '% An Schiller, 26.12.1795  '
+ '$ Denkt nicht, ich geh euch dummem Volk zu Leibe,<br>'
 + 'Ich weiß recht gut, für wen ich schreibe.<br>'
+ '% Invectiven  '
+ '$ Denn ich bin unbarmherzig, un duldsam gegen alle, die auf ihrem Wege '
 + 'schlendern oder irren und doch für Boten und Reisende gehalten werden wollen.<br>'
+ '% Italienische Reise III, 25.12.1787  '
+ '$ Denn ohne jenes scharfe Auffassungs- und Eindrucksvermögen könnte ich '
 + 'ja auch nicht meine Gestalten so lebendig und scharf individualisiert '
 + 'hervorbringen.<br>'
+ '% F. v. Müller, 17. 5. 1826  '
+ '$ Denn übrigens bin ich ganz entsetzlich verwildert. Ich habe zwar in '
 + 'meinem ganzen Leben nicht viel getaugt, und da ist mein Trost, daß Sie mich eben '
 + 'so sehr nicht verändert finden sollen.<br>'
+ '% An Herzog Karl August, 23.5.1788  '
+ '$ Der Botanik nun im einzelnen weiter nachzugehen, liegt gar nicht in '
 + 'meinem Wege, das überlasse ich andern, die es mir auch darin weit zuvortun. Mir '
 + 'lag bloß daran, die einzelnen Erscheinungen auf ein allgemeines Grundgesetz '
 + 'zurückzuführen.<br>'
+ '% Eckermann, 1.2.1827  '
+ '$ Der deutsche Dichter [Goethe], bis ins hohe Alter bemüht, die '
 + 'Verdienste früherer und mitlebender Männer sorgfältig und rein anzuerkennen, '
 + 'indem er dies als das sicherste Mittel eigener Bildung von jeher betrachtete...<br>'
+ '% Schriften zur Literatur - Zum Andenken Lord Byrons  '
+ '$ Der herrliche Morgenstern, den ich mir von nun an zum Wappen nehme...<br>'
+ '% An Herzog Karl August, 24.12.1773  '
+ '$ Der Hylozoismus, oder wie man es nennen will, dem ich anhing und '
 + 'dessen tiefen Grund ich in seiner Würde und Heiligkeit unberührt ließ, machte '
 + 'mich unempfänglich, ja unleidsam gegen jene Denkweise, die eine tote, auf welche '
 + 'Art es auch sei, auf- und angeregte Materie als Glaubensbekenntnis aufstellte.<br>'
+ '% Kampagne in Frankreich - Pempelfort, Nov. 1792  '
+ '$ Der Schlaf heilt bei mir vieles.<br>'
+ '% An Charlotte v. Stein, 3.4.1715  '
+ '$ Die ersten von mir herausgegebenen poetischen Versuche wurden mit '
 + 'Beifall aufgenommen, welche jedoch eigentlich nur den inneren Menschen '
 + 'schildern, und von den Gemütsbewegungen genugsame Kenntnis voraussetzen. Hie und '
 + 'da mag sich ein Anklang finden von einem leidenschaftlichen Ergötzen an '
 + 'ländlichen Naturgegenständen, sowie von einem ernsten Drange, das ungeheure '
 + 'Geheimnis, das sich in stetigem Erschaffen und Zerstören an den Tag gibt, zu '
 + 'erkennen...<br>'
+ '% Geschichte meines botanischen Stadiums  '
+ '$ Die französische Sprache war mir von Jugend auf lieb; ich hatte sie '
 + 'in einem bewegteren Leben, und ein bewegteres Leben durch sie kennen gelernt. '
 + 'Sie war mir ohne Grammatik und Unterricht, durch Umgang und Übung, wie eine '
 + 'zweite Muttersprache zu eigen geworden.<br>'
+ '% Dichtung und Wahrheit III, 11  '
+ '$ Die Gegenständlichkeit meiner Poesie bin ich denn doch jener großen '
 + 'Aufmerksamkeit und Übung des Auges schuldig geworden; sowie ich auch die daraus '
 + 'gewonnene Kenntnis hoch anzuschlagen habe.<br>'
+ '% Eckermann, 20. 4. 1825  '
+ '$ Die Goethebewunderer bilden eine Art Brüderschaft, deren Losungsworte '
 + 'die Adepten miteinander bekannt machen.<br>'
 + 'Germaine Baronin von Staël, Über Deutschland  '
+ '$ Die Goethischen Arbeiten sind Erzeugnisse eines Talents, das sich '
 + 'nicht stufenweise entwickelt und auch nicht umherschwärmt, sondern gleichzeitig, '
 + 'aus einem gewissen Mittelpunkte sich nach allen Seiten hin versucht und in der '
 + 'Nähe sowohl als in der Ferne zu wirken strebt, manchen eingeschlagenen Weg für '
 + 'immer verläßt, auf andern lange beharrt.<br>'
+ '% Schriften zur Literatur - Über die neue Ausgabe der Goethischen Werke  '
+ '$ Die größte Schwierigkeit ist, daß ich das Gemeine kaum fassen kann. '
 + 'Unbegreiflich ists, was Dinge, die der geringste Mensch leicht begreift, sich '
 + 'drein schickt, sie ausführt, daß ich wie durch eine ungeheure Kluft davon '
 + 'gesondert bin.<br>'
+ '% An Charlotte v. Stein, 14.6.1780  '
+ '$ Die Hauptabsicht meiner Reise [nach Italien] war: mich von den '
 + 'physisch moralischen Übeln zu heilen, die mich in Deutschland quälten und mich '
 + 'zuletzt unbrauchbar machten; sodann den heißen Durst nach wahrer Kunst zu '
 + 'stillen, das erste ist mir ziemlich, das letzte ganz geglückt.<br>'
+ '% An Herzog Karl August, 25.1.1788  '
+ '$ Die Konstellation war glücklich; die Sonne stand im Zeichen der '
 + 'Jungfrau und kulminierte für den Tag; Jupiter und Venus blickten sie freundlich '
 + 'an, Merkur nicht widerwärtig; Saturn und Mars verhielten sich gleichgültig: nur '
 + 'der Mond, der soeben voll ward, übte die Kraft seines Gegenscheins um so mehr, '
 + 'als zugleich seine Planetenstunde eingetreten war. Er widersetzte sich daher '
 + 'meiner Geburt, die nicht eher erfolgen konnte, als bis diese Stunde '
 + 'vorübergegangen.<br>'
+ '% Dichtung und Wahrheit I,1  '
+ '$ Die Liebe gibt mir alles, und wo die nicht ist, dresch ich Stroh.<br>'
+ '% An Charlotte v. Stein, 22/24.7.1776  '
+ '$ Die Philosophie wird mir deshalb immer werter, weil sie mich täglich '
 + 'immer mehr lehrt, mich von mir selbst zu scheiden, das ich um so mehr tun kann, '
 + 'da meine Natur, wie getrennte Quecksilberkugeln, sich so leicht und schnell '
 + 'wieder vereinigt.<br>'
+ '% An Schiller, 10. 2. 1798  '
+ '$ Die ungeheure Gewalt der Musik auf mich in diesen Tagen! Die Stimme '
 + 'der Milder, das Klangreiche der Szymanowska, ja sogar die öffentlichen '
 + 'musikalischen Exhibitionen des hiesigen Jägerkorps, falten mich auseinander, wie '
 + 'man eine geballte Faust freundlich flach läßt.<br>'
+ '% An Zelter, 24.8.1823  '
+ '$ Die wahre Geschichte der ersten zehn Jahre meines weimarischen Lebens '
 + 'könnte ich nur im Gewande der Fabel oder eines Märchens darstellen; als '
 + 'wirkliche Tatsache würde die Welt es nimmermehr glauben.<br>'
+ '% F. v. Müller, August 1830  '
+ '$ Diese aus Glauben und Schauen entsprungene Überzeugung, welche in '
 + 'allen Fällen, die wir für die wichtigsten erkennen, anwendbar und stärkend ist, '
 + 'liegt zum Grunde meinem sittlichen sowohl als literarischen Lebensbau...<br>'
+ '% Dichtung und Wahrheit III, 12  '
+ '$ Diese Leichtigkeit und Präzision der Auffassung hat mich früher lange '
 + 'Jahre hindurch zu dem Wahne verführt, ich hätte Beruf und Talent zum Zeichnen '
 + 'und Malen. Erst spät gewahrte ich, daß es mir an dem Vermögen fehlte, in '
 + 'gleichem Grade die empfangenen Eindrücke nach außen wiederzugeben.<br>'
+ '% F.v.Müller, 17.5.1826  '
+ '$ Diese wenigen Blicke, die ich in Shakespeares Welt getan, reizen mich '
 + 'mehr als irgend etwas andres, in der wirklichen Welt schnellere Fortschritte '
 + 'vorwärts zu tun...<br>'
+ '% Lehrjahre III, 11  '
+ '$ Ei, bin ich denn darum achtzig Jahre alt geworden, daß ich immer '
 + 'dasselbe denken soll? Ich strebe vielmehr täglich, etwas anderes, Neues zu '
 + 'denken, um nicht langweilig zu werden.<br>'
+ '% F.v.Müller, 24.4.1830  '
+ '$ Eigentlich sollt ich den Rest meines Lebens auf Beobachtung wenden, '
 + 'ich würde manches auffinden, was die menschlichen Kenntnisse vermehren dürfte.<br>'
+ '% Italienische Reise II, 13.3.1787  '
+ '$ Ein aufmerksamer, gerader Deutscher hätte vielleicht gesagt: Das ist '
 + 'auch einer, der sichs hat sauer werden lassen! [zu Goethes Gesichtsausdruck.]<br>'
+ '% Schriften zur Kunst - Antik und Modern  '
+ '$ Ein Glück für mich war es indes, daß ich Schillern hatte. Denn so '
 + 'verschieden unsere beiderseitigen Naturen auch waren, so gingen doch unsere '
 + 'Richtungen auf eins, welches denn unser Verhältnis so innig machte, daß im '
 + 'Grunde keiner ohne den andern leben konnte.<br>'
+ '% Eckermann, 7.10.1827  '
+ '$ Einen Parvenu wie mich konnte bloß die entschiedenste '
 + 'Uneigennützigkeit aufrechthalten.<br>'
+ '% F.v.Müller, 31.3.1824  '
+ '$ Er [Goethe] geht nicht in die Kirche, auch nicht zum Abendmahl, betet '
 + 'auch selten. Denn, sagt er, ich bin dazu nicht genug Lügner.<br>'
+ '% J. Ch. Kestner, Mai/Juni 1772  '
+ '$ Erst war ich den Menschen unbequem durch meinen Irrtum, dann durch '
 + 'meinen Ernst. Ich mochte mich stellen, wie ich wollte, so war ich allein.<br>'
+ '% Biographische Einzelnheiten - Aus meinem Leben - Fragmentarisches - '
 + 'Spätere Zeit  '
+ '$ Es bleibt wohl dabei, meine Lieben, daß ich ein Mensch bin, der von '
 + 'der Mühe lebt.<br>'
+ '% Italienische Reise III, 12.9.1787  '
+ '$ Es geht mir schlecht, sagte Goethe, denn ich bin weder verliebt noch '
 + 'ist jemand in mich verliebt.<br>'
 + 'F.v.Müller, 22.5.1822  '
+ '$ Es geht mir übrigens öfter mit meinen Sachen so, daß sie mir gänzlich '
 + 'fremd werden. Ich las dieser Tage etwas Französisches und dachte im Lesen: der '
 + 'Mann spricht gescheit genug, du würdest es selbst nicht anders sagen. Und als '
 + 'ich es genau besehe, ist es eine übersetzte Stelle aus meinen eigenen Schriften!<br>'
+ '% Eckermann, 12. 1. 1827  '
+ '$ Es ist der Zustand meiner Seele, daß, so wie ich etwas haben muß, auf '
 + 'das ich eine Zeitlang das Ideal des Vortrefflichen lege, so auch wieder etwas '
 + 'für das Ideal meines Zorns.<br>'
+ '% Knebel, 11./14.12.1774  '
+ '$ Es ist mir in den Wissenschaften gegangen wie einem, der früh '
 + 'aufsteht, in der Dämmerung die Morgenröte, sodann aber die Sonne ungeduldig '
 + 'erwartet und doch, wie sie hervortritt, geblendet wird.<br>'
+ '% Maximen und Reflexionen 372  '
+ '$ Es ist zwar meine Art nicht, aufden Tag zu wirken...<br>'
+ '% An Zelter, 29.10.1815  '
+ '$ Es liegt in meiner Natur, das Große und Schöne willig und mit Freuden '
 + 'zu verehren, und diese Anlage an so herrlichen Gegenständen Tag für Tag, Stunde '
 + 'für Stunde auszubilden, ist das seligste aller Gefühle.<br>'
+ '% Italienische Reise I, 17.9.1786  '
+ '$ Es war im Ganzen nicht meine Art, als Poet nach Verkörperung von '
 + 'etwas Abstraktem zu streben. Ich empfing in meinem Innern Eindrücke, und zwar '
 + 'Eindrücke sinnlicher, lebensvoller, lieblicher, bunter, hundertfaltiger Art, wie '
 + 'eine rege Einbildungskraft es mir darbot; und ich hatte als Poet weiter nichts '
 + 'zu tun, als solche Anschauungen und Eindrücke in mir künstlerisch zu ründen und '
 + 'auszubilden und durch eine lebendige Darstellung so zum Vorschein zu bringen, '
 + 'daß andere dieselbigen Eindrücke erhielten, wenn sie mein Dargestelltes hörten '
 + 'oder lasen.<br>'
+ '% Eckermann, 6. 5. 1827  '
+ '$ Es wäre nicht nachzukommen, was Goldsmith und Sterne gerade im '
 + 'Hauptpunkte der Entwicklung auf mich gewirkt haben.<br>'
+ '% An Zelter, 25. 12. 1829  '
+ '$ Euch darf ichs wohl gestehen - seit ich über den Ponte molle '
 + 'heimwärts fuhr, habe ich keinen rein glücklichen Tag mehr gehabt.<br>'
+ '% F. v. Müller, 30.5.1814  '
+ '$ Ferner bin ich sehr an das Befehlen gewohnt, doch wo ich nichts zu '
 + 'sagen habe, da kann ich es bleiben lassen.<br>'
+ '% An Ysenburg v.Buri, 23.5.1764  '
+ '$ Freunde wie Schiller und ich, jahrelang verbunden, mit gleichen '
 + 'Interessen, in täglicher Berührung und gegenseitigem Austausch, lebten sich '
 + 'ineinander so sehr hinein, daß überhaupt bei einzelnen Gedanken gar nicht die '
 + 'Rede und Frage sein konnte, ob sie dem einen gehörten oder dem andern.<br>'
+ '% Eckermann, 16.12.1828  '
+ '$ Fühlt ihr auch dergleichen Stärke?<br>'
 + 'Nun, so fördert eure Sachen!<br>'
 + 'Seht ihr aber meine Werke,<br>'
 + 'Lernet erst: so wollt ers machen.<br>'
+ '% Divan - Buch des Unmuts - Hab  ich euch denn je geraten...  '
+ '$ Für Naturen wie die meine, die sich gerne festsetzen und die Dinge '
 + 'festhalten, ist eine Reise unschätzbar, sie belebt, berichtigt, belehrt und '
 + 'bildet.<br>'
+ '% An Schiller, 14.10.1797  '
+ '$ Für Philosophie im eigentlichen Sinne hatte ich kein Organ; nur die '
 + 'fortdauernde Gegenwirkung, womit ich der eindringenden Welt zu widerstehen und '
 + 'sie mir anzueignen genötigt war, mußte mich auf eine Methode führen, durch die '
 + 'ich die Meinungen der Philosophen, eben auch, als wären es Gegenstände, zu '
 + 'fassen und mich daran auszubilden suchte.<br>'
+ '% Schriften zur Natur- und Wissenschaftslehre - Einwirkung der neueren '
 + 'Philosophie  '
+ '$ Fürs Ästhetische bin ich eigentlich geboren, doch jetzt zu alt dazu, '
 + 'wende ich mich den Naturstudien immer mehr zu.<br>'
+ '% F.v.Maller, 20.1.1824  '
+ '$ Gewöhnlich schrieb ich alles zur frühsten Tageszeit; aber auch '
 + 'abends, ja tief in die Nacht, wenn Wein und Geselligkeit die Lebensgeister '
 + 'erhöhten, konnte man von mir fordern, was man wollte; es kam nur auf eine '
 + 'Gelegenheit an, die einigen Charakter hatte, so war ich bereit und fertig.<br>'
+ '% Dichtung und Wahrheit III, 15  '
+ '$ Goethe - kein deutsches Ereignis, sondern ein europäisches: ein '
 + 'großartiger Versuch, das achtzehnte Jahrhundert zu überwinden durch eine '
 + 'Rückkehr zur Natur, durch ein Hinaufkommen zur Natürlichkeit der Renaissance, '
 + 'eine Art Selbstüberwindung vonseiten dieses Jahrhunderts.<br>'
 + '%Friedrich Nietzsche, Götzen-Dämmerung  '
+ '$ Goethe habe nur drei Arten sein Urteil zu äußern, indem er lobe oder '
 + 'schweige oder schelte.<br>'
 + '%Riemer, 24.12.1806  '
+ '$ Goethe hält durch die Macht seiner Werke die Entwicklung der '
 + 'deutschen Sprache wahrscheinlich zurück.<br>'
 + '%Franz Kafka, Tagebücher (1911)  '
+ '$ Goethe hat einem Durchreisenden offenbart, er sei in der Naturkunde '
 + 'und Philosophie ein Atheist, in der Kunst ein Heide und dem Gefühl nach ein '
 + 'Christ!<br>'
 + '%Dorothea v. Schlegel, 28.11.1817  '
+ '$ Goethe hat nicht mehr jene hinreißende Glut, die ihm sein »Werther« '
 + 'eingab, aber die Wärme seiner Gedanken genügt noch immer, um allem Leben zu '
 + 'verleihen. Es hat fast den Anschein, als werde er nicht mehr vom Leben berührt '
 + 'und beschreibe es nur als Maler.<br>'
 + '%Germaine Baronin von Staël, Uber Deutschland  '
+ '$ Goethe hat uns oft gesagt, daß, wenn er mit einer Sache in seinem '
 + 'Geiste beschäftigt wäre, sich die Ideen zu stark bei ihm drängten, er dann '
 + 'manchmal zu weit käme und sich selbst nicht mehr zurecht finden könne; wie er '
 + 'dann zu ihr [Christiane] ginge, ihr einfach die Sache vorlege und oft erstaunen '
 + 'müßte, wie sie mit ihrem einfachen natürlichen Scharfblicke immer gleich das '
 + 'Richtige herauszufinden wisse und er ihr in dieser Beziehung schon manches '
 + 'verdanke.<br>'
 + '%Rudolfine v. Both, 24. 8. 1820  '
+ '$ Goethe könnte ganz für sich allein die deutsche Literatur '
 + 'repräsentieren: Nicht dass es keine andern Schriftsteller gäbe, die ihm nicht in '
 + 'mancher Beziehung überlegen wären, sondern weil er allein alles in sich vereint, '
 + 'was den deutschen Geist auszeichnet.<br>'
 + 'Germaine Baronin von Staël, Über Deutschland  '
+ '$ Goethe sagte wieder: dann arbeite ich am meisten, wenn ich mich '
 + 'beschäftigen darf, wie ich mag.<br>'
 + '%Johanna Frommann, Anfang Juni 1818  '
+ '$ Goethe sprach von seiner Reise nach Italien und wie er erst an Ort '
 + 'und Stelle gefunden, daß er von Kunst keinen Begriff hatte. Dadurch ist mein '
 + 'Aufenthalt in Italien, sagte er, mühsam und von den gewöhnlichen Reisenden sehr '
 + 'verschieden geworden.<br>'
 + '%K. F. v.Reinhard, 30.5./10.7.1807  '
 + '$Du versuchst, o Sonne, vergebens,<br>'
 + 'Durch die düstren Wolken zu scheinen!<br>'
 + 'Der ganze Gewinn meines Lebens<br>'
 + 'Ist, ihren Verlust zu beweinen.<br>'
+ '% Inschriften, Denk- und Sendeblätter 78 - Den 6. Juni 1816  '
+ '$ Goethe, Cornelia (Großmutter) Ich erinnere mich ihrer gleichsam als '
 + 'eines Geistes, als einer schönen, hagern, immer weiß und reinlich gekleideten '
 + 'Frau. Sanft, freundlich, wohlwollend ist sie mir im Gedächtnis geblieben.<br>'
 + '%Goebel, Dichtung und Wahrheit I,2  '
+ '$ Goethe, Cornelia Friederika Christiana (Schwester) ...denn es werden '
 + 'viele sein, die meiner Schwester darin gleichen, daß sie, bei vorzüglichen '
 + 'geistigen und sittlichen Eigenschaften, nicht zugleich das Glück eines schönen '
 + 'Körpers empfingen.<br>'
+ '% Eckermann, 28. 3. 1831  '
+ '$ Goethe, Cornelia Friederika Christiana (Schwester) Sie war ein '
 + 'merkwürdiges Wesen, sie stand sittlich sehr hoch und hatte nicht die Spur von '
 + 'etwas Sinnlichem.<br>'
+ '% Eckermann, 28. 3. 1831  '
+ '$ Goethe, Friedrich Georg (Großvater) ...auf meinen Großvater '
 + 'väterlicher Seite hinsehen, welcher Gastgeber zum Weidenhof gewesen...<br>'
+ '% Dichtung und Wahrheit I,2  '
+ '$ Goethe, Johann Kaspar (Vater) Der Brief meines Vaters ist da, lieber '
 + 'Gott, wenn ich einmal alt werde, soll ich dann auch so werden. Soll meine Seele '
 + 'nicht mehr hängen an dem was liebenswert und gut ist. Sonderbar, daß da man '
 + 'glauben sollte, je älter der Mensch wird, desto freier er werden sollte, von dem '
 + 'was irdisch und klein ist. Er wird immer irdischer und kleiner.<br>'
+ '% An J. Ch. Kestner, 10. 11. 1772  '
+ '$ Goethe, Johann Kaspar (Vater) Ein Hauptzug meines Vaters war, daß er '
 + 'ganz neidlos; auch nicht vorübergehend, nie sah ich eine Spur davon, nur reine '
 + 'Freude und Anerkennung empfand er, wo ihm Großartiges entgegentrat, ja die '
 + 'Tränen traten ihm vor Bewunderung in die Augen. So habe ich ihn auch von '
 + 'Christus sprechen sehen - wollen Sie es Andacht nennen, Verehrung, Anbetung, ich '
 + 'kann hinzufügen: wenigstens hat wohl niemand je der Erfüllung seiner Lehre mehr '
 + 'nachgestrebt; wie war sein Handeln echt christlich, fromm und mild, vergebend, '
 + 'wohltätig, stets für andere wirkend, dem Höchsten nachstrebend.<br>'
+ '% Ottilie v. Goethe, 1832  '
+ '$ Goethe, Johann Kaspar (Vater) Mein Vater war ein tüchtiger Kerl, aber '
 + 'freilich fehlten ihm Gewandtheit und Beweglichkeit des Geistes.<br>'
+ '% F. v. Müller, 8. 6. 1830  '
+ '$ Goethe, Johann Kaspar (Vater) Von früher Jugend an hatte mir und '
 + 'meiner Schwester der Vater selbst im Tanzen Unterricht gegeben, welches einen so '
 + 'ernsthaften Mann wunderlich genug hätte kleiden sollen; allein er ließ sich auch '
 + 'dabei nicht aus der Fassung bringen, unterwies uns auf das bestimmteste in den '
 + 'Positionen und Schritten, und als er uns weit genug gebracht hatte, um ein '
 + 'Menuett zu tanzen, so blies er auf einer Flûte-douce uns etwas Faßliches im '
 + 'Dreivierteltakt vor, und wir bewegten uns darnach, so gut wir konnten.<br>'
+ '% Dichtung und Wahrheit II,9  '
+ '$ Goethe, Johann Kaspar (Vater)<br>'
 + 'Vom Vater hab ich die Statur,<br>'
 + 'Des Lebens ernstes Führen,<br>'
 + 'Vom Mütterchen die Frohnatur<br>'
 + 'Und Lust zu fabulieren.<br>'
+ '% Zahme Xenien VI  '
+ '$ Goethe, Katharina Elisabetha (Mutter) Hier liegt auch ein Brief von '
 + 'meiner Mutter bei [vom 1. 10. 1802] den du wünschtest; darin, wie in jeder ihrer '
 + 'Zeilen, spricht sich der Charakter einer Frau aus, die, in alttestamentlicher '
 + 'Gottesfurcht, ein tüchtiges Leben voll Zuversicht auf den unwandelbaren Volks- '
 + 'und Familiengott zubrachte und als sie sich ihren Tod selbst ankündigte, ihr '
 + 'Leichenbegängnis so pünktlich anordnete, daß die Weinsorte und die Größe der '
 + 'Bretzeln, womit die Begleiter erquickt werden sollten, genau bestimmt war.<br>'
+ '% An Zelter, 9. 1. 1824  '
+ '$ Goethe, Katharina Elisabetha (Mutter) Meine Mutter pflegte zu sagen, '
 + 'wenn ihr gar zu viel Freunde über den Hals kamen: Sie lassen mich die Nase nicht '
 + 'putzen.<br>'
+ '% An Zelter, 2. 1. 1829  '
+ '$ Goethe, Katharina Elisabetha (Mutter) Meine Mutter, stets heiter und '
 + 'froh und andern das Gleiche gönnend...<br>'
+ '% Dichtung und Wahrheit I,1  '
+ '$ Goethe, von der etwas frommen Julie von Egloffstein gefragt, ob er '
 + 'dem auch zuweilen in der Bibel lese, antwortete lächelnd: O ja, meine Tochter, '
 + 'aber anders als ihr.<br>'
 + '%F. Wehl, letzte Lebensjahre  '
+ '$ Goethen hab ich gesprochen, Bruder! Es ist der schönste Genuss unsers '
 + 'Lebens, so viel Menschlichkeit zu finden bei so viel Größe.<br>'
 + 'Friedrich Hölderlin, an Hegel, 26. Januar 1795  '
+ '$ Goldreich werd ich nie, desto reicher an Vertrauen, gutem Namen und '
 + 'Einfluß auf die Gemüter.<br>'
+ '% An Charlotte v.Stein, 12.5.1782  '
+ '$ Hätte Gott mich anders gewollt,<br>'
 + 'So hätt er mich anders gebaut;<br>'
 + 'Da er mir aber Talent gezollt,<br>'
 + 'Hat er mir viel vertraut.<br>'
 + 'Ich brauch es zur Rechten und Linken,<br>'
 + 'Weiß nicht, was daraus kommt;<br>'
 + 'Wenns nicht mehr frommt,<br>'
 + 'Wird er schon winken.<br>'
+ '% Zahme Xenien III  '
+ '$ Hätte ich als Schriftsteller die Wünsche des großen Haufens mir zum '
 + 'Ziele machen und diese zu befriedigen trachten wollen, so hätte ich ihnen '
 + 'Histörchen erzählen und sie zum besten haben müssen...<br>'
+ '% Eckermann, 20.10.1830  '
+ '$ Hätte ich das Unglück, in der Opposition sein zu müssen, ich würde '
 + 'lieber Aufruhr und Revolution machen, als mich im finstern Kreise ewigen Tadelns '
 + 'des Bestehenden herumtreiben. Ich habe nie im Leben mich gegen den übermächtigen '
 + 'Strom der Menge oder des herrschenden Prinzips in feindliche, nutzlose '
 + 'Opposition stellen mögen; lieber habe ich mich in mein eigenes Schneckenhaus '
 + 'zurückgezogen und da nach Belieben gehauset.<br>'
+ '% F.v.Müller, 3.2.1823  '
+ '$ Hätte ich mich nicht so viel mit Steinen beschäftigt und meine Zeit '
 + 'zu etwas Besserm verwendet, ich könnte den schönsten Schmuck von Diamanten '
 + 'haben.<br>'
+ '% Eckermann, 20.4.1825  '
+ '$ Herr Dr. Heinroth in seiner Anthropologie [...] bezeichnet meine '
 + 'Verfahrungsart als eine eigentümliche: daß nämlich mein Denkvermögen '
 + 'gegenständlich tätig sei; womit er aussprechen will: daß mein Denken sich von '
 + 'den Gegenständen nicht sondere, daß die Elemente der Gegenstände, die '
 + 'Anschauungen in dasselbe eingehen und von ihm auf das innigste durchdrungen '
 + 'werden, daß mein Anschauen selbst ein Denken, mein Denken ein Anschauen sei...<br>'
+ '% Schriften zur Natur- und Wissenschaftslehre - Bedeutende Fördernis durch '
 + 'ein einziges geistreiches Wort  '
+ '$ Hiebei möchte ich bemerken, daß der Gang meiner botanischen Bildung '
 + 'einigermaßen der Geschichte der Botanik selbst ähnelte; denn ich war vom '
 + 'augenfälligsten Allgemeinsten auf das Nutzbare, Anwendbare, vom Bedarf zur '
 + 'Kenntnis gelangt...<br>'
+ '% Geschichte meines botanischen Studiums  '
+ '$ Hier [im Thüringer Wald] sind wir in dem Lande der berühmten '
 + 'Bergnymphen und doch kann ich dir versichern, daß ich mich herzlich nach Hause '
 + 'sehne, meine Freunde und ein gewisses kleines Erotikon [Christiane] wieder zu '
 + 'finden, dessen Existenz die Frau dir wohl wird vertraut haben.<br>'
+ '% An Herder, 10. 8. 1789  '
+ '$ Hier aber habe ich vielleicht einem zu erwartenden Vorwurfe zu '
 + 'begegnen, daß ich nämlich fremde Beziehungen in meinen Vortrag mit einmische. '
 + 'Sei mir darauf zu erwidern erlaubt, daß ich von meiner Bildung im Zusammenhange '
 + 'nicht sprechen könnte, wenn ich nicht der frühen Vorzüge des Weimarischen, für '
 + 'jene Zeiten hochgebildeten Kreises dankbar gedächte, wo Geschmack und Kenntnis, '
 + 'Wissen und Dichten gesellig zu wirken sich bestrebten, ernste gründliche Studien '
 + 'und frohe rasche Tätigkeit unablässig miteinander wetteiferten.<br>'
+ '% Geschichte meines botanischen Studiums  '
+ '$ Hier bin ich auf und unter Bergen, suche das Göttliche in herbis er '
 + 'lapidibus.<br>'
+ '% An H.F.Jacobi, 9.6.1783   '
+ '$ Ich bin auf Wort, Sprache und Bild im eigentlichsten Sinne angewiesen '
 + 'und völlig unfähig, durch Zeichen und Zahlen, mit welchen sich höchst begabte '
 + 'Geister leicht verständigen, auf irgend eine Weise zu operieren.<br>'
+ '% An K.F.Naumann, 24.1.1826  '
+ '$ Ich bin ein Kind des Friedens und will Friede halten für und für mit '
 + 'der ganzen Welt, da ich ihn einmal mit mir selbst geschlossen habe.<br>'
+ '% Italienische Reise III, 12. 10. 1787  '
+ '$ Ich bin ein Plastiker, sagte er, auf die Büste der Juno Ludovisi im '
 + 'Saal zeigend, habe gesucht, mir die Welt und die Natur klarzumachen, und nun '
 + 'kommen die Kerls, machen einen Dunst, zeigen mit die Dinge bald in der Ferne, '
 + 'bald in einer erdrückenden Nähe wie Ombres chinoises - das hole der Teufel.<br>'
+ '% S.Boisserée, 19.5.1826  '
+ '$ Ich bin euch sämtlichen zur Last,<br>'
 + 'Einigen auch sogar verhaßt;<br>'
 + 'Das hat aber gar nichts zu sagen:<br>'
 + 'Denn mir behagts in alten Tagen,<br>'
 + 'So wie es mir in jungen behagte,<br>'
 + 'Daß ich nach alt und jung nicht fragte.<br>'
+ '% Zahme Xenien IV  '
+ '$ Ich bin hinsichtlich meines sinnlichen Auffassungsvermögens so '
 + 'seltsam geartet, daß ich alle Umrisse und Formen aufs schärfste und bestimmteste '
 + 'in der Erinnerung behalte, dabei aber durch Mißgestaltungen und Mängel mich aufs '
 + 'lebhafteste affiziert finde.<br>'
+ '% F.v.Müller, 17.5.1826  '
+ '$ Ich bin in einer prächtigen Wohnung, wie ich sie in Karlsbad gehabt, '
 + 'sogleich faul und untätig. Geringe Wohnung dagegen, wie dieses schlechte Zimmer, '
 + 'worin wir sind, ein wenig unordentlich ordentlich, ein wenig zigeunerhaft, ist '
 + 'für mich das Rechte; es läßt meiner innern Natur volle Freiheit, tätig zu sein '
 + 'und aus mir selber zu schaffen.<br>'
+ '% Eckermann, 23.3.1829  '
+ '$ Ich bin nämlich als ein beschauender Mensch ein Stockrealiste, so daß '
 + 'ich von allen den Dingen, die sich mir darstellen, nichts davon und dazu zu '
 + 'wünschen imstande bin und ich unter den Objekten gar keinen Unterschied kenne '
 + 'als den, ob sie mich interessieren oder nicht.<br>'
+ '% An Schiller, 27.4.1798  '
+ '$ Ich bin nicht zu dieser Welt gemacht; wie man aus seinem Hause tritt, '
 + 'geht man auf lauter Kot. Und weil ich mich nicht um Lumperei kümmre, nicht '
 + 'klatsche und solche Rapporteurs nicht halte, handle ich oft dumm.<br>'
+ '% Tagebuch, Ende Dezember 1778  '
+ '$ Ich bin niemals zerstreuter, als wenn ich mit eigner Hand schreibe: '
 + 'denn weil die Feder nicht so geschwind läuft, als ich denke, so schreibe ich oft '
 + 'den Schlußbuchstaben des folgenden Worts, ehe das erste noch zu Ende ist, und '
 + 'mitten in einem Komma fange ich den folgenden Perioden an; ein Wort schreibe ich '
 + 'mit dreierlei Orthographie, und was die Unarten alle sein mögen, deren ich mich '
 + 'nicht wohl bewußt bin und gegen die ich auch nur im äußersten Notfall zu kämpfen '
 + 'mich unterwinde, nicht zu gedenken, dass äußere Störung mich gleich verwirren '
 + 'und meine Hand wohl dreimal in einem Brief abwechseln kann.<br>'
+ '% An Josephine v. O Donell, 24. 11. 1812  '
+ '$ Ich bin nun einmal einer der ephesischen Goldschmiede, der sein '
 + 'ganzes Leben im Anschauen und Anstaunen und Verehrung des wunderwürdigen Tempels '
 + 'der Göttin und in Nachbildung ihrer geheinmisvollen Gestalten zugebracht hat und '
 + 'dem es unmöglich eine angenehme Empfindung erregen kann, wenn irgendein Apostel '
 + 'seinen Mitbürgern einen anderen und noch dazu formlosen Gott aufdringen will.<br>'
+ '% An F. H. Jacobi, 10.5.1812  '
+ '$ Ich bin nun nach meiner Art ganz stille und mache nur, wenns gar zu '
 + 'toll wird, große, große Augen.<br>'
+ '% Italienische Reise II, 27.2.1787  '
+ '$ Ich bin ohnehin viel zu kommunikativ; ich will es mir abgewöhnen.<br>'
+ '% F.v.Müller, 13.6.1824  '
+ '$ Ich bin sehr reich, denn ich besitze alles, was ich liebe, und ich '
 + 'liebe sehr vieles.<br>'
+ '% Riemer, 4.7.1811  '
+ '$ Ich bin und bleibe einmal der Frauen Günstling, und als einen solchen '
 + 'mußt du mich auch lieben.<br>'
+ '% An Charlotte v. Stein, 28.5.1781  '
+ '$ Ich bin verheiratet, nur nicht mit Zeremonie.<br>'
+ '% Charlotte v. Schiller, 30. 7. 1790  '
+ '$ Ich bin völlig überzeugt, daß ich im ersten Takte Deiner Singakademie '
 + 'den Saal verlassen müßte. [...] Wie schön, wie notwendig wär es nun, daß ich an '
 + 'Deiner Seite zu verweilen Gelegenheit fand! Du würdest mich durch allmähliche '
 + 'Leitung und Prüfung von einer krankhaften Reizbarkeit heilen, die denn doch '
 + 'eigentlich als die Ursache jenes Phänomens anzusehen ist, und mich nach und nach '
 + 'fähig machen, die ganze Fülle der schönsten Offenbarung Gottes in mich '
 + 'aufzunehmen.<br>'
+ '% An Zelter, 24.8.1823  '
+ '$ Ich bin von Natur so wenig dankbar als irgendein Mensch, und beim '
 + 'Vergessen empfangenes Guten konnte das heftige Gefühl eines augenblicklichen '
 + 'Mißverhältnisses mich sehr leicht zum Undank verleiten.<br>'
+ '% Dichtung und Wahrheit II, 10  '
+ '$ Ich dachte mich selbst zu verlieren und verliere nun einen Freund '
 + '[Schiller] und in demselben die Hälfte meines Daseins. Eigentlich sollte ich '
 + 'eine neue Lebensweise anfangen; aber dazu ist in meinen Jahren auch kein Weg '
 + 'mehr. Ich sehe also jetzt nur jeden Tag unmittelbar vor mich hin und tue das '
 + 'Nächste, ohne an eine weitere Folge zu denken.<br>'
+ '% An Zelter, 1.6.1805  '
+ '$ Ich danke Gott, der mir den Sinn gegeben hat, ihm seine Aqueducs '
 + 'nicht zu verderben, sondern sie zu ehren.<br>'
+ '% An Charlotte v. Stein, 25.5.1782  '
+ '$ Ich empfehle Ihnen meine Frau mit dem Zeugnisse, daß, seit sie ihren '
 + 'ersten Schritt in mein Haus tat, ich ihr nur Freuden zu danken habe.<br>'
+ '% Elisa v. d. Recke, 12./13. 6. 1811  '
+ '$ Ich für meine Person hatte sie [die Bibel] lieb und wert: denn fast '
 + 'ihr allein war ich meine sittliche Bildung schuldig, und die Begebenheiten, die '
 + 'Lehren, die Symbole, die Gleichnisse, alles hatte sich tief bei mir eingedrückt '
 + 'und war auf eine oder die andere Weise wirksam gewesen.<br>'
+ '% Dichtung und Wahrheit II,7  '
+ '$ Ich für mich kann, bei den mannigfaltigen Richtungen meines Wesens, '
 + 'nicht an einer Denkweise genug haben; als Dichter und Künstler bin ich '
 + 'Polytheist, Pantheist hingegen als Naturforscher, und eines so entschieden als '
 + 'das andre.<br>'
+ '% An F.H.Jacobi, 6.1.1813  '
+ '$ Ich ging auf meinem Wege ruhig fort, ohne mich um den Sukzeß weiter '
 + 'zu bekümmern, und von allen meinen Gegnern nahm ich sowenig Notiz als möglich.<br>'
+ '% Eckermann, 14. 4. 1824  '
+ '$ Ich ging dabei [in den Wanderjahren, den Erzählungen und Novellen] zu '
 + 'Werke wie ein Maler, der bei gewissen Gegenständen gewisse Farben vermeidet und '
 + 'gewisse andere dagegen vorwalten läßt [...]. Auf eine ähnliche Weise verfuhr ich '
 + 'bei meinen verschiedenen Produktionen, und wenn man ihnen einen verschiedenen '
 + 'Charakter zugesteht, so mag es daher rühren.<br>'
+ '% Eckermann, 18. 1. 1827  '
+ '$ Ich glaubte an Gott und die Natur und an den Sieg des Edlen über das '
 + 'Schlechte; aber das war den frommen Seelen nicht genug, ich sollte auch glauben, '
 + 'dass Drei Eins sei und Eins Drei; das aber widerstrebte dem Wahrheitsgefühl '
 + 'meiner Seele; auch sah ich nicht ein, daß mir damit auch nur im mindesten wäre '
 + 'geholfen gewesen.<br>'
+ '% Eckermann, 4.1.1824  '
;
var einz = alle.split("$");
var randnr=Math.floor(1+Math.random()*(einz.length-1));
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var zr=e.split("%")
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